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Dritte dringende öffentliche Aufforderung an Bundesminister Dr. Johann Wadephul: Bitte um humanitäres Eingreifen zum Schutz meines in China verfolgten Kindes

Diese öffentliche Version meines Schreibens wurde am 19. Januar 2026 um 16:36 Uhr per DHL an Bundesminister Dr. Johann David Wadephul, Auswärtiges Amt, 11013 Berlin, gesendet.

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Wadephul,

mein Name ist Lyu Zhanqiu. Ich bin politisch Verfolgter aus der Volksrepublik China und wurde von der Bundesrepublik Deutschland als Asylberechtigter gemäß Artikel 16a des Grundgesetzes sowie als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt.

Mit diesem Schreiben wende ich mich zum dritten Mal an Sie – nun ausdrücklich in Form eines formellen Sachstands- und Maßnahmenersuchens – in einer Angelegenheit von akuter menschenrechtlicher und humanitärer Dringlichkeit.

Ich beziehe mich dabei auf die bisherige Korrespondenz mit dem Auswärtigen Amt, geführt unter der Vorgangsnummer: xxx.

1. Anlass dieses Schreibens

Mein Sohn, Herr Lyu Dashuang, hält sich weiterhin in der Volksrepublik China auf und ist dort anhaltenden repressiven Maßnahmen ausgesetzt, die in direktem Zusammenhang mit meiner politischen Verfolgung und meiner Schutzgewährung in Deutschland stehen.

Zu diesen Maßnahmen zählen insbesondere:

(1) ein fortdauerndes Ausreiseverbot (Exit Ban) ohne nachvollziehbare rechtliche Grundlage,

(2) wiederholte Vorladungen, Einschüchterungen und staatliche Überwachung,

(3) massive soziale und wirtschaftliche Repression,

(4) eine erhebliche psychische Belastung mit konkretem Gefährdungspotenzial.

Diese Maßnahmen stellen nach meinem Verständnis eine Form der kollektiven Bestrafung von Familienangehörigen dar, die mit internationalen menschenrechtlichen Standards nicht vereinbar ist.

2. Einordnung als mögliche transnationale Repression

Nach meiner eigenen Einschätzung – und im Lichte aktueller internationaler Diskussionen und Analysen zu sogenannten Fällen transnationaler Repression – weist der vorliegende Sachverhalt wesentliche Merkmale einer solchen Praxis auf.

Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass mir keine schriftliche individuelle Einzelfallbewertung durch internationale Menschenrechtsorganisationen im Hinblick auf mein Kind vorliegt.

Gleichwohl entspricht das Vorgehen der chinesischen Behörden einem international zunehmend dokumentierten Muster, bei dem autoritäre Staaten Familienangehörige von im Ausland geschützten Dissidenten gezielt unter Druck setzen, um politische Aktivitäten zu unterbinden oder zu bestrafen.

3. Bisherige Kommunikation mit dem Auswärtigen Amt

Seit November 2025 stand ich wiederholt mit Mitarbeiterinnen des Auswärtigen Amtes in Kontakt. Dabei wurde mir unter anderem mitgeteilt, dass der Vorgang dem Auswärtigen Amt bekannt ist und dass es für vergleichbare Konstellationen keine standardisierten Mechanismen gibt, sodass eine individuelle Bewertung erforderlich sei.

Seit dem 23. Dezember 2025 habe ich jedoch trotz der sich zuspitzenden Lage keine weitere Rückmeldung erhalten.

4. Formelle Fragen im Rahmen dieses Sachstands- und Maßnahmenersuchens

Vor diesem Hintergrund bitte ich das Auswärtige Amt höflich, aber nachdrücklich, um Auskunft zu folgenden Punkten:

(1) Sachstand:

Wurde der Fall meines Kindes unter der genannten Vorgangsnummer innerhalb des Auswärtigen Amtes offiziell dokumentiert und bewertet?

Falls ja, in welcher organisatorischen Einheit und mit welchem aktuellen Status?

(2) Risikoeinschätzung:

Wurde eine menschenrechtliche oder sicherheitsbezogene Risikoanalyse im Hinblick auf die fortdauernden Repressionen vorgenommen?

(3) Grundsätzliche Handlungsoptionen:

Welche diplomatischen, humanitären oder politischen Handlungsmöglichkeiten sieht das Auswärtige Amt grundsätzlich in Fällen, in denen Familienangehörige von Personen, die in Deutschland als Asylberechtigte gemäß Artikel 16a GG sowie als Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt sind, im Herkunftsstaat repressiven Maßnahmen ausgesetzt sind?

(4) Weiteres Vorgehen:

Welche konkreten Schritte empfehlen Sie mir als Vater meines Kindes und als anerkannter Schutzberechtigter in Deutschland, um den Schutz meines Kindes voranzubringen, ohne es zusätzlichen Gefahren auszusetzen?

5. Humanitäre Dringlichkeit

Ich möchte betonen, dass dieses Schreiben keine öffentliche Konfrontation, sondern eine formelle Klärung zum Ziel hat.

Die Situation meines Kindes ist zeitkritisch. Jede weitere Verzögerung erhöht das Risiko nachhaltiger psychischer und gesundheitlicher Schäden.

6. Schlussbemerkung

Ich vertraue darauf, dass die Bundesrepublik Deutschland den Schutzgedanken des Asylrechts und der Genfer Flüchtlingskonvention auch dort ernst nimmt, wo autoritäre Staaten versuchen, diesen Schutz durch indirekte Repression gegen Familienangehörige zu unterlaufen.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn dieses Schreiben als offizielles Sachstands- und Maßnahmenersuchen behandelt und mir eine entsprechende Rückmeldung übermittelt werden könnte.

Für Rückfragen oder ergänzende Unterlagen stehe ich jederzeit zur Verfügung.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Lyu Zhanqiu
Granted political asylum and recognized as a refugee by the Federal Republic of Germany

E-Mail: [email protected]
Website: https://doourbest.org
Göttingen, 19. Januar 2026

These corrupt officials are just the tip of the iceberg of the Chinese Communist Party's corruption, especially the autocrat Xi Jinping, whose egregious human rights violations and persecution of innocent people are beyond description.

Human Rights and Current Affairs: DoOurBest.org
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